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Oberbürgermeisterwahl am 1. Juli 2012 in Halle

 
 

KommunalpolitikDrei Fragen an Kay Senius, Teil 5: "Aufgaben eines Oberbürgermeisters"

Herr Senius, Sie kommen aus der Funktion eines Verwaltungsmanagers. Was nehmen Sie aus dieser Erfahrung mit?

Im Wahlkampf werde ich häufig gefragt, was ist hier oder dort konkret zu tun. Diese Fragen ist berechtigt, aber ich denke, ein Oberbürgermeister muss mehr können: Er muss eine Vorstellung davon haben, in welche Richtung sich die Stadt entwickeln soll. Seine Aufgabe ist es deshalb vor allem, dem Stadtrat ein Leitbild, eine Vision vorzuschlagen und diese zur Abstimmung zu stellen. Auf dieser Basis sind Entwicklungsziele für die Stadtverwaltung und auch den Stadtkonzern zu entwickeln und Handlungsfelder für die Verwaltung abzuleiten. Die Umsetzung hat dann in der Verwaltung zu erfolgen. Summa summarum, der Oberbürgermeister muss dafür sorgen, dass Prozesse und Entscheidungen transparent und nachvollziehbar sind, und dass hierfür geeignete, engagierte und motivierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Veröffentlicht am 19.05.2012

 

KommunalpolitikDrei Fragen an Kay Senius, Teil 4: "Wirtschaft in Halle"

Herr Senius, der erste Abschnitt Ihres Wahlprogramms ist dem Thema "Wirtschaft" gewidmet. Warum?

Eine starke Wirtschaft ist  die Basis für vieles. Sie ist Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung der Stadt, für die Steigerung der Lebensqualität der Menschen, die in ihr leben, aber auch für Teilhabe an der Gesellschaft und stabile kommunale Finanzen. Auf den Punkt gebracht, eine starke Wirtschaft macht Halle zukunftsfähig. In den letzten Jahren haben wir hier einiges erreicht, indem wir zum Beispiel in Infrastruktur investiert, attraktive Gewerbegebiete erschlossen  und  unsere Wissenschaft  mit der heimischen Wirtschaft besser vernetzt haben. Trotzdem  bleibt noch viel zu tun. So brauchen wir mehr gut bezahlte  Arbeitsplätze, noch zu viele Bürger müssen von Hartz IV leben, und gerade junge Menschen suchen  häufig ihre Berufschancen in anderen Bundesländern, weil wir vor Ort nicht attraktiv genug sind. Das muss sich ändern.

Veröffentlicht am 06.05.2012

 

KommunalpolitikDrei Fragen an Kay Senius, Teil 3: "Marktplatzgestaltung"

Herr Senius, bei einem OB-Podium haben Sie kürzlich die Gestaltung des Marktplatzes angesprochen und dabei auch eine Verlegung der Gleise ins Spiel gebracht. Wollen Sie den Marktplatz wirklich komplett umgestalten?

Der Moderator des Podiums der City Gemeinschaft fragte: "Was würden Sie tun, um die Attraktivität des Marktplatzes zu erhöhen?" Die Antwort darauf, d.h. was man im Sinne einer größeren Attraktivität verändern könnte oder sollte, ist meiner Einschätzung nach zunächst etwas sehr subjektives - und eben das habe ich angesprochen. Ich höre hin und wieder von Hallenserinnen und Hallensern, dass die Querung der Straßenbahn über den Marktplatz als störend empfunden wird. Klar ist mir aber auch: Der Platz wurde vor gut fünf Jahren komplett umgestaltet, größere Umbauvorhaben sind daher gegenwärtig nicht realistisch. Das muss uns aber nicht davon abhalten, kleinere Veränderungen vorzunehmen.

Veröffentlicht am 29.04.2012

 

KommunalpolitikDrei Fragen an Kay Senius, Teil 2: "Halle und die Region"

Herr Senius, wenn Sie von Ihren Schwerpunkten Bildungsinvestitionen, mehr Wirtschaftskraft und Haushaltssanierung sprechen, fügen Sie immer Ihr persönliches Credo hinzu: ?Kommunal handeln, aber regional denken?. Warum plädieren Sie für eine stärkere Regionalbindung Halles?

Weil Halle nicht mehr loszulösen ist von der Region Halle-Leipzig. Hier wohnen ca. eine Million Menschen, drei Viertel davon in den beiden Großstädten. Schon in diesem Zusammenhang nimmt Halle eine maßgebliche Funktion im Regionalraum ein. Die Stadt wird Leipzig weder bei Einwohnern noch bei den wirtschaftlichen Voraussetzungen überholen. Aber: Halle kann Leipzig wunderbar ergänzen. Diese Chance sollten wir nutzen und nach Synergien und intensiverer Zusammenarbeit im Großraum suchen. Das betrifft übrigens auch den Saalekreis.

Veröffentlicht am 22.04.2012

 

KulturKay Senius und Sozialminister Norbert Bischoff besuchen Peißnitzhaus

Das Peißnitzhaus ist vielen Hallenserinnen und Hallensern aus Erinnerungen bekannt. Früher als beliebtes Ausflugshaus ein Ziel von Spaziergängen entlang der Saale, widmete es die DDR zum Pionierhaus um. Heute versucht der Peißnitzhausverein das 120jährige Gebäude neu zu etablieren. Die Idee, das Haus als Begegnungsstätte zu nutzen finde ich richtig gut. Schon heute zeigen die Bemühungen des Vereins den dafür bestehenden Bedarf. Das Lokal findet regen Zuspruch. Vor allem fasziniert mich der Inklusionsgedanke, den der Verein dabei verfolgt.  Das Engagement der Vereinsmitglieder ist sehr erfreulich.

Veröffentlicht am 22.04.2012

 

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